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Die LUGA genoss ich sehr. Finanziell lohnte es sich natürlich nicht, aber das ist Nebensache. Meiner Freude wurde jedoch ein gehöriger Dämpfer gesetzt: Als ich am Tag nach der Ausstellung meinen Koffer, der mir auch an Märkten als praktisches Transportmittel dient, holen wollte, war er verschwunden! Darin befand sich nichts Wichtiges. Trotzdem: Wenn er nicht wieder auftaucht, muss ich mir wohl einen neuen besorgen und den Inhalt (ein farbiges Tuch, das mir als Tischtuch an Märkten dient, und die Kasse, in der sich nie Geld befindet, weil ich sie als stabiles Transportmittel benutze) ersetzen. Wissen Sie mehr? Für Hinweise bin ich dankbar."

 

Ich achte darauf, dass ich immer genügend Bücher zu Hause habe. Wenn ich erst Bücher bestellen würde, wenn der Vorrat aufgebraucht ist, wäre es zu spät, da es natürlich ein paar Tage dauert, bis die Bücher bei mir sind. Meine Schwester ist von meinem Buchhandel nicht begeistert. Sie glaubt anscheinend, ich würde den Verlag beschenken. Einmal verbot sie mir, Bücher zu bestellen, und schüchterte mich damit ein. Schlussendlich hatte ich keine Biographien mehr und musste bestellen, was ich ihr verzweifelt beizubringen versuchte. Ich benötigte die Bücher dringend, da ich an einen Markt angemeldet war. Ich hoffte und bangte, dass sie endlich eintreffen. Am Abend vor dem Markttag ging ich zum Postschalter. „Vielleicht kommt morgen ein Paket für mich“, erklärte ich. „Bitte gebt es nicht dem Postboten mit. Ich hole es um 8.00 Uhr ab.“ Am nächsten Morgen stand ich als erste Kundin in der Post. Erleichtert durfte ich das Paket mit 20 Büchern in Empfang nehmen. 'Ich kann heute sicher nicht alle verkaufen', dachte ich. 'Aber jetzt habe ich keine Zeit mehr, nach Hause zu gehen um einige auszupacken. Jetzt gehe ich direkt zum Bahnhof.' Das Einsteigen in den Zug bereitete mir wegen des schweren Koffers Mühe. Beim nächsten Halt musste ich bereits wieder aussteigen. Der Marktort lag in der Nähe, sonst hätte ich nicht erst nach 8.00 Uhr abreisen können. Das Verlassen des Zuges gestaltete sich noch viel schwieriger. Ich schwankte auf dem Bahnsteig, das Gewicht des Koffers zog mich auf das Gleis. Neben mir standen einige Leute. Instinktiv packten sie zu. Sie hielten mich fest und verhinderten so, dass ich auf die Gleise stürzte, als der Zug gerade wieder losfuhr. Er fuhr nur Schritttempo, als er eine höhere Geschwindigkeit erreichte, hatte er den Bahnhof bereits verlassen und ich hätte mir beim Aufprall auf die Schienen höchstens ein blutiges Knie geholt. Wenn jemand aufrecht unter den rasenden Zug gerät (dann war es meist seine Absicht), kann man ihn nachher in hunderten Stücken einsammeln. Dies wäre in jenem Fall nicht passiert. Vielleicht hätte ich nicht tödliche Verletzungen erlitten, sondern beispielsweise „nur“ einen Arm verloren. Zum Glück weiss ich es nicht. Als ich später meiner Schwester davon erzählte, behauptete sie, für diesen „Beinaheunfall“ könne sie nichts. „Der Zugerfinder ist schuld!“ Tatsächlich???

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